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Chronik des Schützenvereins Rhadereistedt 

1919 wurde der Schützenverein Rhade und Umgebung von den Ortschaften Rhade und Rhadereistedt gegründet. Mitglieder waren damals fast alle männlichen Bewohner der beiden Orte. Der Schießstand im Seeflagen wurde durch ein Schützenfest (damals Preisschießen) eingeweiht. Es wurde ein großer Umzug, Königs- und Preisschießen, ein Konzert und ein Tanzkränzchen durchgeführt. Im August desselben Jahres veranstaltete der Schützenverein eine Schützenfest-Nachfeier.

1922 trennten sich die Rhadereistedter von den Rhadern, da der Schützenkönig Klaus Müller aus Rhade die Königswürde angeblich durch Bestechung errungen hatte. So entstand der Schützenverein Rhadereistedt, der auf einem Weg in der Ohe sein Schießübungen durchführte.

1923 standen keine Gewehre zur Verfügung und so wurde der König nach dem Prinzip ausgetrunken: Wer zuletzt noch steht, der wird König.“ Zwei Jahre später wurde aus Sicherheitsgründen ein Schießstand Vor’m Camp gebaut. Dies war allerdings auch nur eine Übergangsregelung.

1930 wurde ein neuer Stand direkt am Dorf errichtet. Diesen benutzten die Schützen bis 1933. Dann mussten sie den Schießbetrieb auf Grund der steigenden Munitionspreise und der stetigen Benutzung durch den Nationalsozialistischen Schützenbund (Oberherrschaft) einstellen. Es war zugleich das vorläufige Ende des Schützenvereins.

1951 wurde am 7. Januar der Schützenverein Rhadereistedt auf einer Versammlung neu gegründet. Zum Vorstand gehörten der erste Vorsitzende (Präsident) und der zweite Vorsitzende, Schriftführer und Kassierer. An diesem Tag traten 23 Personen in den Verein

ein. Die Schießanlage wurde um drei 50-Meter-Schießbahnen ausgebaut. So konnte der Schützenkönig auf 50 anstatt auf 100 Meter ausgeschossen werden.

1953 wurde von den Schützen eine Fahne angeschafft, die auf dem Schützenfest geweiht wurde. Flüchtlingsfrauen im Kuhstedter Moor hatten sie angefertigt. Zu diesem Fest waren Verein aus dem ganzen Schützenkreis Zeven gekommen.

1954 wurden zwei Schießwarte und 1956 ein Jugendwart in den Vorstand gewählt um die sportlichen Erfolge zu steigern.

1962 wurde der Schießstand durch den Bau von Luftgewehrständen erweitert. Um das Luftgewehrtraining auch im Winter durchführen zu können, schoss man im Saal des Gasthauses Mohrmann.

1965 trat Anneliese Mohrmann, geb. Ringen, als erstes weibliches Mitglied dem Verein bei. Bereits im Jahr darauf errang sie den Kreismeistertitel im Luftgewehrschießen. Bei Rundenwettkämpfen und auf Kreis- und Bezirksebene erreichte der Verein zahlreiche Erfolge. Da der Schützenverein finanziell nicht so gut dastand, führte man Strafgelder bei Nichterscheinen auf den Festlichkeiten ein.

1971 auf der Jahreshauptversammlung wurde beschlossen: „Mitglieder ab dem 65. Lebensjahr erhalten die Ehrenmitgliedschaft“. Außerdem wurde Klaus Otten jun. zum neuen Präsidenten gewählt.

1973 wurde eine Damenriege gebildet. Die neun Damen wurden von Herbert Schröder und Manfred Ringen trainiert. Im Jahr darauf wurde Hermann Taege jun. zum ersten Damenschießwart gewählt.

1975 fasste man auf der Jahreshauptversammlung mit einer Gegenstimme den Beschluss: „Der Verein soll als e.V. eingetragen werden.“ Die ersten Sportschützen¸ die dem Fachverband Schießsport gemeldet wurden, waren Michael Eckhoff, Herbert Schröder, Walther Viebrock und Hermann Taege jun.

Um die Trainingsmöglichkeiten zu verbessern, begann man im selben Jahr mit dem Bau eines neuen Schießstandes in der Ohe. Zur Finanzierung zahlt jedes männliche Mitglied 150,- DM und die Damen 50,- DM, Schüler und Lehrlinge zahlten nichts.

1976 konnte der Schießstand durch die vielen Eigenleistungen der Mitglieder fertig gestellt und mit dem Schützenfest im August eingeweiht werden. Eine Nachfeier findet seitdem nicht mehr statt.

1980 stellte sich der erste Vorsitzende Klaus Otten auf der Jahreshauptversammlung nicht mehr zur Wahl. Sein Nachfolger wurde Herbert Schröder.

1981/82 wurde zum 60jährigen Jubiläum der Schießstand um eine Halle mit Aufenthaltsraum, Küche und Waffenkammer erweitert. Erstmals feierte man das Schützenfest über drei Tage. Zum Schmücken des Dorfes wurden 20 Fahnen neu angeschafft. Auf der Jahreshauptversammlung wurden die Gründungsmitglieder Johann Schröder und Klaus Ringen geehrt, Heinrich Lins und Johann Wülpern mit der Ehrennadel des DSB ausgezeichnet.

1983 machte der Verein im September einen Ausflug nach Laudenbach in
Baden-Württemberg. Aus diesem Kurzausflug entstand eine gegenseitige Freundschaft, die durch Besuch und Gegenbesuch seitdem besteht.

1985 wurde auf der Jahreshauptversammlung eine Satzungsänderung beschlossen: „Jedes volljährige männliche Mitglied kann Schützenkönig werden, jedoch erst nach einer Wartezeit von fünf Jahren seit dem Erwerb der Mitgliedschaft im Verein und frühestens fünf Jahre nach Eintritt der Volljährigkeit. Schützen, die sich noch in der Ausbildung befinden oder als Wehrpflichtige Dienst leisten, können die Königswürde ablehnen“. Außerdem soll Gemeinnützigkeit beantrag werden. Im Laufe des Jahres wurde das Grundstück, auf dem ds Schießgelände liegt, von Familie Krawetzke gekauft.

1989 wurde aus Sicherheitsgründen und um die Erfolge der Sportschützen zu unterstützen eine Luftgewehrhalle mit 12 Ständen gebaut. Rechtzeitig zum Kreis-Turn- und –Sportfest, das im Juli in Rhade stattfand, war die Anlage fertig gestellt. So konnten die Schießwettbewerbe unter sehr guten Bedingungen stattfinden.

1992 gab es den bislang größten Erfolg für die Sportschützen des Vereins. Die Schülermannschaft mit Yvonne Eckhoff (jetzt Schmidt), Petra Blohm (aus Flögeln) und Heiko Taege wurde im LG-3-Stellungskampf Vizelandesmeister und qualifiziert sich für die Deutsche Meisterschaft in München. Yvonne Eckhoff wurde Einzel-Landesmeisterin im LG-3-Stellungskampf und Petra Blohm Vizelandesmeisterin. In der Disziplin LG-Freihand drehten beide Schülerinnen die Erfolge um.


1992/93
erfolgte die nächste Baumaßnahme. Es wurde eine Heizungsanlage eingebaut, die Decke im Aufenthaltsraum vertäfelt und neue Leuchten eingebaut.

1997 erfolgte im März der Umbau der Toiletten rechtzeitig zum 75jährigen Jubiläum. Dieses wurde dann im August an zwei Wochenenden mit einem riesigen Umzug mit über 1.000 Schützinnen und Schützen gefeiert. Die Königswürde war in diesem Jahr heiß umkämpft. Ging es doch die Würde „Jubiläumskönig“ zu werden. Am Ende wurde Andreas Viebrock zum Jubiläumskönig proklamiert. 1. Ritter wurde Udo Stuhlemmer und 2. Ritter Klaus Ringen sen.

2000 stellte sich auf der Jahreshauptversammlung der Präsident Herbert Schröder nach 20 Jahres Amtszeit nicht wieder zur Wahl. Sein Nachfolger wurde Uwe Schmidt.

Besonders durch den Einsatz des Sportleiters Heino Eckhoff sind die Sportschützen das Aushängeschild des Vereins. Mit etlichen Erfolgen auf Kreis-, Bezirks-, Landes- und Deutschen Meisterschaften macht der Verein immer wieder auf sich Aufmerksam. Herauszuheben ist hier noch Stephan Marx, der als Berufssoldat die Möglichkeit bekam in die Bundeswehrnationalmannschaft aufgenommen zu werden und sich dort mit dem Großkaliber einen Namen gemacht hat. Als größte Erfolge stehen hier eine Silber- und eine Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften zu buche. Außerdem hat er schon an mehreren Europa- und Weltmeisterschaften und weiteren internationalen Wettkämpfen mit der Nationalmannschaft der Bundeswehr teilgenommen.